In unserem hektischen Alltag kann es leicht passieren, dass wir die Anzeichen und Symptome einer Infektion übersehen oder einfach ignorieren, in der Hoffnung, dass sie von alleine verschwinden. Dieser Fehler kann schwerwiegende Konsequenzen haben, da ein verschleppter Infekt erhebliche Risiken mit sich bringt. Welche das sind, verraten wir dir in diesem Artikel.
Verschleppter Infekt: die Symptome
Ein verschleppter Infekt kann verschiedene Formen annehmen, von einer einfachen Erkältung bis hin zu schwerwiegenderen Erkrankungen, wie z.B. einer Lungenentzündung, einer Sepsis oder sogar chronischen Erkrankungen. Die häufigsten Anzeichen eines verschleppten Infekts sind anhaltende Symptome, die nach mehreren Wochen nicht verschwinden oder sich sogar verschlimmern. Und das sind mögliche Folgen:
1. Das Immunsystem wird geschwächt
Ein unbehandelter Infekt kann das Immunsystem erheblich schwächen. Das Immunsystem ist unser natürlicher Verteidigungsmechanismus gegen Krankheitserreger und wenn wir eine Infektion ignorieren, setzen wir uns einem erhöhten Risiko für sekundäre Infektionen aus. Ein geschwächtes Immunsystem kann außerdem nicht effektiv auf andere Bedrohungen, wie z. B. Krebszellen oder Autoimmunerkrankungen reagieren.
Achtung: Wenn der Körper bereits durch eine Virusinfektion wie eine Erkältung geschwächt ist, kann es zu einer „Superinfektion“ kommen. Dabei dringen zusätzlich zu den Viren Bakterien in den Körper, die deine Schleimhäute angreifen und dich zusätzlich schwächen.
2. Die Organe werden beschädigt
Ein verschleppter Infekt kann auch zu chronischen Gesundheitsproblemen führen. Infektionen können beispielsweise Organschäden verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Selbst eine einfache Harnwegsinfektion, die unbehandelt bleibt, kann sich bis auf die Nieren ausbreiten und langfristige Schäden an dem Organ verursachen.
3. Antibiotika schlagen nicht (mehr) an
Ein verschleppter Infekt kann auch das Risiko von Antibiotikaresistenzen erhöhen. Antibiotika werden oft zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt und wenn wir diese Medikamente unnötig oder andersherum in unzureichender Dosis einnehmen, führt das möglicherweise dazu, dass die Bakterien resistent gegen diese Antibiotika werden. Hierbei handelt es sich um ein ernsthaftes Gesundheitsproblem, da es die Behandlung von Infektionen weltweit erschwert.
4. Wir stecken andere an
Ein weiteres Risiko eines verschleppten Infekts besteht darin, dass er zu einer erhöhten Krankheitsübertragung führen kann. Viele Infektionen sind ansteckend und wenn wir uns nicht rechtzeitig behandeln lassen, setzen wir andere in unserer Umgebung einem größeren Infektionsrisiko aus. Das ist besonders gefährlich, wenn wir mit Menschen, die ein geschwächtes Immunsystem haben – dazu zählen z.B. Säuglinge, ältere Menschen oder Personen mit schweren Vorerkrankungen – in Kontakt kommen.
So verhinderst du, einen Infekt zu verschleppen
Um das Risiko eines verschleppten Infekts zu minimieren, ist es ratsam, auf die eigenen Körpersignale zu achten und bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufzusuchen. Oberste Regel für Erkältungen und Magen-Darm-Infekte: Gönne dir Ruhe und trinke viel Wasser und (ungesüßten) Tee.
Der Kampf des Körpers, z.B. gegen eine Erkältung, kann 7 bis 10 Tage dauern. In dieser Zeit solltest du auf dich achten und auf keinen Fall Sport machen. Gegen einen gemütlichen Spaziergang ist jedoch nichts einzuwenden. Frische Luft kann die Heilung sogar beschleunigen.
Unterschätze die Risiken eines verschleppten Infekts niemals. Hast du schon einmal Erfahrung mit einem verschleppten Infekt gemacht?
Quellen: rbb-online
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